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copilot konnte von letztem Februar bis Juli in vscode insider unbegrenzt genutzt werden. In dieser Zeit habe ich den schrittweisen Rückgang der Agent-Fähigkeiten von copilot miterlebt. Schwer vorstellbar, dass die erste Vorschauversion von copilot tatsächlich die beste Wirkung hatte, danach nahmen die Agent-Fähigkeiten allmählich ab. Was genau hat sich verändert? Es war die Entwicklungsrichtung von copilot: In den letzten über einem Jahr stand alles im Zeichen des „Token-Sparens“. Früher lasen die Agents aller Hersteller Dateien einfach komplett auf einmal ein – qwen cli, claudecode, gemini und auch die frühen Versionen von copilot machten das so. Die Ergebnisse waren sehr gut, nur war der Token-Verbrauch vermutlich recht hoch, und der Kontext füllte sich schnell; wenn man den Kontext neu aufbaute, sank die Cache-Trefferrate. Später gingen alle in Richtung fragmentarischen Lesens: Manche lasen nach einem grep nur einige Dutzend Zeilen davor und danach, und wenn es nicht reichte, lasen sie weiter; andere nutzten strukturierte Code-Werkzeuge wie LSP zum Lesen. Der Agent von copilot las Dateien von oben nach unten, jedes Mal 50 Zeilen, gelegentlich auch mal 200, aber immer von oben nach unten. In Kombination mit dem standardmäßigen Limit von 50 Tool-Aufrufen und einem Eingabekontext von unter 200k war das, was er erledigen konnte, recht begrenzt. Früher arbeiteten alle Anbieter mit Verlust, in der Erwartung, durch niedrige Preise die Ökosystem-Position zu besetzen und die Kosten später zu senken. Aber in diesem mehr als einjährigen Zeitraum stellte sich endlich heraus, dass die Kosten nicht gesenkt werden konnten – wer sie gewaltsam senkte, machte sein Produkt zu einem Drittklasse-Produkt. Also sollte man copilot nicht zu sehr kritisieren. Alle Agenten, die es an den Tisch schaffen, berechnen bereits nach Token, und copilot ist lediglich einer der zurückgebliebenen. Nachdem es die historische Last der nutzungsbasierten Abrechnung abgeschüttelt hat, hoffe ich, dass copilot seinen Agenten gut verbessert und zur Haupttruppe aufschließt, schließlich ist es immer noch am besten in vscode integriert. KI-Tools dürfen gerne teuer sein, aber sie dürfen nicht zu schlecht sein.
